Was ist eine Mappe?

Sogenannte „Mappen“ enthalten in der Regel ca. 10 bis 30 eigen-künstlerische zweidimensionale Arbeiten (Zeichnungen, Bilder, Grafiken, Drucke, Fotos, Dokumentationsfotos, PC-Prints, Kopien, Sketchbooks uvm.) in einer handelsüblichen Mappe. Diese können frei entwickelt oder in Themenblöcken sowie nach Mappenvorgaben gegliedert sein.

Oft gibt es hierfür (ein Maximum begrenzende) Formatvorgaben.

Dreidimensionale Arbeiten sind häufig nur als Dokumentationsfotos (ergänzend) zugelassen.

Digitale Medien, Dias und Videos werden seltener akzeptiert. Hier gilt es dann, die Vorgaben bezüglich der Datenformate genauestens zu beachten und Schwerpunkte in „der Kürze Würze“ zu legen.

Zur „Verpackung“: Eine selbst hergestellte Mappe muss von außergewöhnlicher (Verarbeitungs-) Qualität sein und sollte nicht im Kontrast zu ihrem Innenleben stehen. Eine selbstgestaltete Mappe kann die mangelnde Qualität der Arbeitsproben nicht wettmachen! Auch „Aufwertungen“ von Mappen durch Beklebungen mit gewissen Baumarktmaterialien sollten einer genaueren Prüfung standhalten.
Der Fachhandel/Büro-und Zeichenbedarf bietet eine überschaubare Anzahl von Zeichenmappen an. Wir empfehlen in der Regel eine neutrale Mappe aus dem mittelpreisigen Segment. Oft sind Mappen nach der ersten Bewerbung verknickt oder „angegammelt“ und sollten danach durch eine neue ersetzt werden.

Der Übersicht halber solltet ihr in die Mappe innenseitig auf dem Deckel eine Indexliste einkleben (Zählnummer, Titel oder Thema oder Kurzbeschreibung, Technik, Format, Entstehungsjahr).

Vollkommen „freie“ Bewerbungsverfahren ohne Vorgaben finden sich selten (z.B. Aki, Enschede, NL).

Jede Hochschule verfügt über Ihr völlig eigenes Mappenprofil. Die geforderten Vorgaben sind bei der jeweiligen Hochschule zu erfragen und mit den Infos aus dem Internetauftritt der Hochschule abzugleichen. Hält man sich nicht an diese Vorgaben, riskiert man oft einen vorzeitigen Ausschluss aus dem Bewerbungsverfahren!

1a.) Beispiel für Mappenvorgaben: (FB Design in Münster)

Mappe mit max. 40 Arbeitsproben bis zum Format 70x100 cm, alle gestalterischen Techniken zugelassen

davon: mindestens 15 Arbeiten in einem klar ersichtlichen Themenblock (selbsterwähltes Hauptthema, welches stilistisch variiert werden kann, z.B. Zeichnung, Illustration, Grafik, Objekt, Multimedia)

davon: maximal 25 sonstige Arbeiten (mind. 10 davon als Zeichnungen) (z.B. einfache Ideenskizzen, Skizzenbücher und Lösungen in allen gestalterischen Bereichen)

plastische Objekte nur in fotografischer Dokumentation im Mindestformat 13x18 cm, die ein klares Bild auch von den Details ermöglichen

Fotos nur als Papierabzug, nicht als Dias

Medien: Videos auf VHS, bzw. nur als Player, dto. Bei Animationen; Bilder oder grafische Entwürfe ausdrucken oder als gängige, plattformübergreifende Formate wie pdf, tif, pic, jpf vorlegen. Datenträger exakt mit Inhaltsverzeichnis, Dateinamen o.ä. sowie genutztem Player oder Bildformat und unbedingt mit Informationen über das CD- oder Diskettenformat (win/mac o.ä.)

ein nummeriertes Inhaltsverzeichnis

eine unterschriebene Erklärung, dass alle Arbeiten selbstständig angefertigt worden sind.

Mappe unbedingt mit deutlich sichtbar mit Namen und Bewerbungsnummer bezeichnen.

Die Mappe muss persönlich abgegeben werden.